Tiffany-Lampen

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Jugendstil kam in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (1890-1905) auf. Die Bezeichnung “Jugendstil” ist von der Deutschen Zeitschrift “Jugend” abgeleitet, die erstmals über den neuen Möbelstil berichtete. Auch im französisch sprachigen Raum wurde der Jugendstil bekannt und wurde dort als “neue Kunst” unter der Bezeichnung Art Nouveau bekannt. Innerhalb der Stils gab es zwei unterschiedliche Ausprägungen: geschwungenen Linien und den strengeren, linearen Stil von Künstlern wie Charles Rennie Mackintosh.

Weniger, aber dafür schönere Möbelstücke schmückten den Wohnraum

Einige Aspekte des Jugendstils wurden erneut in den 1960er Jahren modern, als man noch nicht unbedinft von antik Möbel sprach, wenn man Jugendstil Möbel meinte. Die Elemente waren zum Beispiel Blumen, Blätter, Wurzeln, Blüten und die weibliche Form wie etwa als Form einer geschwungenen Vase. Es wurden viele Edelhölzer, irisierende Glas, Silber und Halbedelsteine verwendet. Zu den bekanntesten Namen gehörte auch der tschechische Künstler Alphonse Mucha, der Plakate entwarf, der Architekt Victor Horta oder der Glas- und Schmuck-Designer René Lalique. Die berühmten Tiffany Lampen von Louis Comfort Tiffany waren ebenfalls prägend für den Jugendstil. Der Jugendstil schätzte die wahre Handwerkskunst und zwar aus der Befürchtung heraus, dass diese im Zeitalter der Industrialisierung verloren gehen könnte. Man schätze den Wert von natürlichen Formen und von handgefertigten Artikeln. Die Einrichtung zu Zeiten des Jugendstil sollte weniger mit Möbeln überladen wirken, jedes einzelne Möbelstück gewann an Bedeutung.

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Wer kennt sie nicht, diese wunderschönen Tiffany-Lampen aus vielen farbigen Glasstückchen, mit einem wie gewachsen aussehenden Bronzefuß? Was Lampen des Jugendstils angeht, haben sich die Kunstwerke von Louis Comfort Tiffany nicht nur in Amerika sondern auch in Europa durchgesetzt und ihre Nachbildungen erfreuen auch immer noch Menschen, die ansonsten keinen Bezug zum Jugendstil haben.

Wie kommt das? Der 1848 in New York geborene Glaskünstler und Maler ließ sein Verfahren zur Herstellung einer besonderen Art von irisierendem Glas „Tiffany Favrile Glasses“ 1894 patentieren, 1895 entstanden die ersten Lampen in “Tiffany-Glaskunst-Technik”. Dabei werden die Glasstücke mit einseitig klebender Kupferfolie eingefasst und dann mit Lötzinn verbunden. Durch Patinierung werden die Lötnähte abgedunkelt.

Hunderte Glasstücke verarbeitet zu einem Jugendstil Lampen Kunstwerk von Tiffany

Die meisten Tiffany-Lampen lassen sich einer von sieben Kategorien zuordnen: Unregelmäßiger oberer und unterer Rand, Favrile (= handgearbeitet, mit Initialen LCT gekennzeichnet, später Favrile-Stempel), geometrisch, Übergang zu Blumen, Kegellampen mit Blumen und Kugellampen mit Blumen. Insbesondere aus den letzten beiden Kategorien mit ihren üppigen floralen Motiven, mit Libellen, Schmetterlingen und Pfauenfedern stammen die bekanntesten Tiffany-Lampen. Was man heutzutage als Tiffany-Lampen angeboten bekommt, sind nur ganz einfache und vergleichsweise billige Lampen, die in der Tiffany-Technik gearbeitet wurden, mit wenigen Glasstücken. Die original Tiffany-Lampen der Art Nouveau, wie der Jugendstil in Amerika genannt wurde, bestehen aus teilweise vielen hundert Glasstückchen, sind von Hand gearbeitet und haben ihren Preis: Ende 2008 wurde bei Sotheby`s eine Tiffany-Tischleuchte mit “Goldregen”-Motiv für 422.500 $ versteigert.

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