Ausstellung zum Werk von Peter Behrens

Einem der wichtigsten Künstler und Architekten der Moderne widmet die Stadt Erfurt seit kurzem eine neue Ausstellung. In der Kunsthalle Erfurt werden noch bis zum 16. Juni 2013 Werke aus dem umfangreichen Fundus von Peter Behrens gezeigt.

Vielseitige Designs in allen Bereichen

Die Ausstellung ist insofern besonders interessant, weil Behrens als Künstler ungemein vielseitig war und seine Arbeiten so gut wie alle Bereiche angewandter Kunst umfassen. Der Autodidakt Behrens designte Möbel, Porzellan und Silberschmuck befasste sich aber auch mit Werbeplakaten und Grafiken. Außerdem trat er später vor allem als Architekt in Erscheinung. Nach seinen Plänen wurden Fabrikanlagen, Verwaltungsgebäude aber auch Villen und Wohnsiedlungen gebaut.

Peter Behrens – Erste Werkschau seit 1980

Erfurt bietet erstmals seit 1980 wieder die Gelegenheit für Kunstinteressierte sich im Rahmen einer umfassenden Ausstellung mit dem vielfältigen Werk eines der bedeutendsten deutschen Künstler und Designers des 20. Jahrhunderts vertraut zu machen.

Jugendstil Frisiertische mit Spiegel – ein wenig Luxus für jeden Tag

Jede Frau frisiert sich jeden Tag: Meistens im Bad, das Waschbecken zwischen Spiegel und Betrachterin – keine besonders entspannte Haltung zum Frisieren. Früher bevorzugten die Damen etwas anderes: Frisiertische mit Spiegel. Und diese waren nicht nur schön – die Möbeltischler früherer Zeiten hatten sich etwas dabei gedacht, wenn sie diese Stücke arbeiteten.

Das sieht man nicht nur, das spürt man, wenn man/frau sich an einen solchen Frisiertisch setzt. Denn sie haben genau die richtige Höhe, um sich – davor sitzend – bequem im Spiegel betrachten zu können. Ablagefläche vor dem – manchmal auch dreiteiligen Spiegel – erlaubt es, alles griffbereit zu haben, was gerade benötigt wird. Darüber hinaus sorgen Schubladen dafür, dass alles verschwindet, was man zwar braucht, aber nicht unbedingt präsentieren möchte.

Frisiertische mit Spiegel für den alltäglichen Luxus

Frisiertische mit Spiegel sind ein Hauch von Luxus – insbesondere dann, wenn es sich um historische oder antike Stücke handelt. Wer florale, geschwungene und oft auch asymmetrisch angeordnete Gestaltungselemente mag, sollte sich einmal Frisiertische mit Spiegel ansehen, die der Epoche des Jugendstils zuzuordnen – also heute bereits um 110 Jahre alt sind. Zwar haben solche Frisiertische mit Spiegel oft die eine oder andere kleine Gebrauchsspur, die sich auch durch das Aufarbeiten nicht ganz entfernen ließ – das beeinträchtigt aber keinesfalls die Stabilität und Nutzbarkeit – die in der Regel verwendeten Harthölzer sind belastbare Materialien. Und die Schönheit und Einzigartigkeit ohnehin nicht.

Außergewöhnliches und stilvolles Möbelstück

Alle Jugendstil Frisiertische mit Spiegel ist ein Unikat und ein außergewöhnliches und überaus stilvolles Möbelstück, das hohen praktischen Wert hat – für das tägliche Frisierritual und ein besonderes Gefühl nach der Morgentoilette – zwar ohne Zofe, aber doch mit dem gewissen Glanz und Zauber früherer Zeiten: Historische Frisiertische transportieren ihre Zeit.

Kapellenschrank Gründerzeit

Viele Liebhaber von alten Möbeln bekommen weiche Knie, wenn sie Ausdrücke wie Kapellenschrank oder Gründerzeit nur hören. Wer kann es ihnen verübeln – sind es doch wahre Schmuckstücke. Die Gründerzeit (1871-1895) erstreckte sich über zwei Jahrzehnte und ist bis heute für viele das Zeitalter des guten Geschmacks.

Gründerzeitschrenk – das Möbel aus vergangenen Zeiten

Bedauerlicherweise wissen gerade Jüngere solche Raritäten heute nicht mehr zu schätzen und werten solche edlen Stücke einfach als einen alten Schrank ab, wobei die Bezeichnung „Alter Schrank“ selbst keine Abwertung darstellt, die zugrundeliegende Sichtweise aber schon. Wenn man dann allerdings hinter die Fassade von so einem alten Schrank schaut und die alten Anstriche entfernt (dieser Vorgang nennt sich Abbeizen) so kommen nicht selten wahre Schätze zum Vorschein.

Mit wenig Aufwand alte Möbel neu dekorieren

Auch wenn der Kapellenschrank aus der Gründerzeit nicht besonders viel Stauraum bietet, kann man die offenen Fächer doch umso schöner dekorieren. Von einem alten Schrank kann hier wirklich keine Rede sein. Allein der Anblick eines Kapellenschranks ist schon eine Augenweide. Dekoriert man diesen „alten“ Schrank dann noch mit Stil und Geschmack wird er garantiert zum Blickfang eines jeden Raumes.

Kapellenschrank sehr beliebt

Natürlich hat die Gründerzeit noch einiges mehr an stilvollen Möbeln hervorgebracht. Doch der Kapellenschrank ist wohl den meisten Liebhabern enorm ans Herz gewachsen besticht er doch durch filigrane Details und aufwendigen Verzierungen.

Alles in allem lässt sich sagen, dass derjenige der auf den Geschmack gekommen ist, bereit ist einiges für den Erwerb eines solch stilvollen Möbelstücks zu bezahlen – und diesen Wert dann auch zu schätzen weiß.

Jugendstil Merkmale

Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte der Jugendstil die Architektur sowie Malerei Europas wesentlich. Das Ziel der Jugendstil-Bewegung war die Reformierung fast aller Lebensbereiche.

Typische Merkmale des Jugendstil sind:

  • Lange und geschwungene Linien, die sich an pflanzlichen Motiven orientieren.
  • Flächig-lineare geometrische Ornamente, bei Bevorzugung von asymmetrischen Formen

Die Künstler pflegten in der Epoche des Jugendstil zeitweise sogar eine spezielle Signatur-wie z.B. ein Quadrat oder Rechteck in ihre Werke hinein zu arbeiten. Die Jugendstil Merkmale wurde darüber hinaus vom französischen Spätimpressionismus sowie der künstlerischen Formgebung von William Morris mit seinem „Arts and Crafts-Movement“ beeinflusst.

Jugendstil Merkmale in der Malerei

 Kennzeichnend Merkmale des Jugendstil in der Malerei sind geschwungene Linien und Ornamente, die natürliche Formen nachahmen und sich vom strengen, geradlinigen Historismus-Stil abgrenzen. Der Jugendstil sollte dynamisch, unkonventionell und frisch wirken. Pflanzen und Tiere stellten als Motive die Sehnsucht nach der Natur dar und waren bedeutende Merkmale des Jugendstil. Berühmt ist der Schwan von O. Eckmann als leitendes Motiv dieser Epoche.

Jugendstil Merkmale in der Architektur

Merkmale des Jugendstil in der Architektur liegen insbesondere in den Formen sowie den verwendeten Materialien. Eisen, Stahl und Glas boten dem Jugendstil aufgrund ihrer Formbarkeit eine neue Gestaltungsfreiheit. In der Jugendstil Architektur herrschten ebenso Ornamente und geschwungene Formen vor. Die Entwürfe wurden bis ins Detail geplant. Jugendstil-Fassaden lassen sich in einigen Städten Europas (und natürlich in der Jugendstil „Hauptstadt“ Wien) wiederentdecken, beispielsweise in München oder Paris.

Daran erkennen Sie antike Jugendstil Bilderrahmen

Bilderrahmen waren von jeher nicht nur die passende Fassung für ein Bild, sondern dienten aufgrund der verwendeten Materialien als Prestigeobjekt oder Wertschätzung für das jeweilige Bild. Natürlich floss der aktuelle Stil einer Epoche in die Gestaltung des Bilderrahmens ein.

Vorwiegend wurden Eiche. und Nussbaumholz für Jugendstilbilderrahmen verarbeitet

So finden sich beim Bilderrahmen des Jugendstils die florale Ornamentik und die für den Jugendstil so typische geschwungene Linie. Doch die Mehrheit der Jugendstilbilderrahmen folgt der klassischen Variante: Ein eckiger Holzrahmen, bevorzugt hergestellt aus den polierten Edelhölzern Eiche und Nussbaum. Vergoldete oder versilberte Innenleisten im Wellen- oder Eierstabdekor wurden als Zierwerk verwendet. Beliebt und zahlreich erhalten sind dekorierte Holzrahmen, welche mit Goldbronze oder ähnlichem überzogen wurden. Von den Vorläufermodellen des Historismus und des Spätbiedermeiers unterscheiden sich die Bilderrahmen des Jugendstils durch weniger Kehlungen und nahezu fehlendes Stuckwerk.

Jugendstil Bilderrahmen – die Handarbeit des Rahmenbauers

Zur Zeit des Jugendstils war der Bilderrahmen noch kein Massenprodukt, sondern künstlerische Handarbeit. So finden sich neben den zwar schönen, aber durchaus üblichen Rahmen aus Holz mit Zierleiste herrliche individuelle Stücke. Signiert vom Rahmenbauer weisen sie Merkmale des Jugendstil Kunsthandwerks auf. Prächtige Schnitzereien, sorgsame Farbgebung und künstlerische Verarbeitung von Edelmetall überliefern ein schmuckvolles Zeitzeugnis. Gewölbte Glasscheiben entstammen der im Jugendstil zahlreichen Innovationen unterworfenen Glasverarbeitung, und verleihen dem Bilderrahmen einen zusätzlichen Anreiz.