Jugendstil Möbel

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Die Jugendstilmöbel sind etwas ganz Besonderes. Der historische Jugendstilschrank war immer ein Unikat, bei den nicht nur hochwertige Materialien verwendet wurden, sondern auch die Handwerker ihr Können unter Beweis stellen mussten. Bedeutende Designer des Jugendstils waren in Deutschland Herrmann Obrist und Peter Behrens. Viele der wunderschön verzierten Fronten der Jugendstil Möbel gehen auf ihre Ideen zurück, auch der vor allem im Zusammenhang mit dem Bauhaus Stil bekannt gewordene Walter Gropius, der 1919 zu den Bauhaus Gründern, ist durch frühere Arbeiten im Stile des Jugendstils bekannt geworden.

Jugendstil Möbel sollten einen völlig neuen Einrichtungstil prägen

Ein Kennzeichen der Jugendstil Möbel ist, dass die Designer nicht auf bereits Vorhandenes zurück griffen und es abwandelten, sondern einen völlig neuartigen Einrichtungsstil entwickeln wollten. Vor allem die Elemente der Natur stehen als dekorative Objekte im Vordergrund. Sie werden mit geometrischen Formen kombiniert. Auf Grund der fehlenden Vorbilder findet man bei den Jugendstil Möbeln wie auch bei Jugendstil Schränken eine extreme Vielfalt. Hier haben auch regionale Einflüsse ihre Spuren hinterlassen, denn der Jugendstil entwickelte sich parallel in Frankreich, Deutschland, Österreich, Schottland und den Niederlanden – und wurde erst spät unter der Bezeichnung “Art Nouveau” auch in den USA zu einem be- und geliebten Einrichtungsstil.

Wer sich für traditionelle Jugendstil Möbel entscheidet, der darf sich von vornherein darauf freuen, dass er nicht nur den Jugendstil Schrank, das passende Sofa und Tischchen dazu bekommt, sondern dass in diesem Design auch zahlreiche andere Wohnaccessoires entworfen und hergestellt worden sind. Damit kann man sich in seinen Räumen ein historisches und harmonisches Flair mit hohem Wohnkomfort schaffen.

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Der Jugendstil war die erste Stilrichtung – sie entstand in Europa an der Wende zwischen 19. und 20. Jahrhundert und beeinflusste Kunst und Möbel-Herstellung bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges massgeblich in Form und Verarbeitung.

Der Jugendstil, oder besser gesagt, die Formgebung der Jugendstil Möbel wie z.B. Jugendstil Sofa achtet nicht nur auf zeitgemässes Äußeres, sondern auch auf die Verbindung von handwerklichem Können und und Funktionalität. Was oder wie kann man sich ein solches Jugendstil Sofa vorstellen? Vor allem gemütlich! Deshalb kennzeichnen die Jugendstil-Sofas tiefe Polster, eine angenehme Sitzhöhe und weiche Seiten-Lehnen aus. Die Sofas sind aber immer ausgestattet mit den typischen Kennzeichen, die alle Möbel aus dieser Zeit tragen: Sie bestechen durch geschwungene, nicht symmetrische Linien und Pflanzenornamente.

Jugendstil Sofa – geschwunge Formen und elegante Proportionen

Die Leisten der Möbel sind oftmals stark gebogen, ebenso die Rück- oder Armlehnen. Verwendet wird meist dunkles Holz. Eiche, etwa, oder gebeizte Kirsche oder Nuss. Neu im Jugendstil: Manche Möbel – auch das Jugendstilsofa – zeigen nicht mehr das gebeizte Holz, sondern eine knallige Bemalung mit Ölfarbe. Strahlendes Weiß etwa, kräftiges Rot oder auffälliges Blau. Immer bestechen die Sofas aber durch ausgewogene, elegante Proportionen und Linien. Ihr Anmutung ist deshalb auch wesentlich leichter als die ihrer Vorgänger aus dem Historismus, und auch im Schnitzwerk niemals so überladen. Wenn man das Glück hat, ein Jugendstil-Sofa mit Originalbezug zu sehen, erkennt man auch hier oft die typischen Linien des Jugendstils. Denn auch das ist ein typisches Element dieser Stilrichtung: Alles ist in die Formensprache mit einbezogen. Die Textilien, die äußere Form, die Dekoration und natürlich auch die Beschläge und Griffe.

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Im Jahr 1897 entstand die Wiener „Sezession“ als „Vereinigung bildender Künstler Österreichs“. Sezession bezeichnet eine Künstlergruppe, die sich von einem bestehenden Künstlerverband abspaltet. Im Fall des Jugendstils bestand der Anlass im Protest gegen billig und massenhaft (industriell) hergestellte Möbel im Stil des Historismus. Die Künstler wollten durch handwerklich geschaffene, qualitativ anspruchsvolle, stilistisch ästhetische Möbel, die sich dem Ideal des Jugendstils „Gesamtkunstwerk aus Architektur, Inneneinrichtung, Kunst, Kunsthandwerk von dekorativer Schönheit“ anpassten, neue Wege gehen. Wie bei ihrem englischen Vorbild, der Arts and Crafts Bewegung, war der Einfluss japanischer Kunst auf den Jugendstil im Wiener Sezessionsstil deutlich erkennbar. Die Wiener Sezessionsstil Möbel wiesen die typischen Jugendstil-Merkmale, die geschwungene, ausdrucksvolle Linienführung und aufwendig ornamental geschmückte Teilbereiche auf.

Jugendstil Möbel der Wiener Werkstätte

Die Linienführung zu beherrschen, die gebrechliche, die zielbewusste, vereinigende wie die fließend zum Ausgangspunkt zurückkehrende, war Voraussetzung für den guten Jugendstil Möbel-Designer. Stilisierte Formen von Pflanzen und Tieren aber auch geometrische Ornamente waren das zweite wichtige Stilmittel. Zu Weltruhm führte den Wiener Sezession (Möbel) Stil die „WIENER WERKSTÄTTE“, mit Filialen in New York, Zürich und Berlin. Deren Alltagsgegenstände, Schmuck, Mode, Buchillustrationen, Inneneinrichtungen und Möbel galten als Glanzstücke des Wiener Sezessionsstils. Bei ihren Jugendstil Möbel Arbeiten dominierte das geometrisch-abstrakte Element. 1904 entstand eine integrierte, nur auf Möbel spezialisierte, Tischlerwerkstatt.

Möbel im Wiener Sezessionsstil zu besitzen war einer reicheren Minderheit vorbehalten. Diese Klientel verarmte (Weltwirtschaftskrise), so dass der Jugendstil den ersten Weltkrieg nicht überlebte. Die industrielle Möbelfertigung setzte wieder auf breiter Front ein.

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