Historismus

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Wenn von der Art Déco die Rede ist, kann man nicht umhin, desgleichen den Jugendstil zu erwähnen – die Zeit um die Jahrhundertwende bis 1914. Diese Epoche der Kunstgeschichte gebar gewissermaßen die verzierende Kunst, die als Art Déco eine Folgebewegung wurde. Mit ihrem Zentrum in Frankreich fand sie – in den Jahren 1920 bis 1940 – in Europa, und auch in den USA, willkommene, schnelle Verbreitung. Blumige Dekors, Asymmetrie, geometrische Formen, teilweise verfremdet, gelten als typische Kennzeichen, die es annähernd schon im Jugendstil – allerdings überschwänglicher – gegeben hatte. Ihre Eigenständigkeit kam bereits zum Vorschein.

Ob Art Deco oder Jugendstil – Hauptsache Abkehr vom Historismus

Auch wenn die so genannte Wiener Werkstätte – eine Gemeinschaft bildender Künstler – bemüht war, sich von Elementen des Jugendstils freizumachen, stattdessen Schlichtheit und Funktionalität bevorzugte, so war der nachhaltige Einfluss der vergangenen Stilepoche doch längst nicht zu leugnen. Innerhalb der Art-Déco-Bewegung selbst gab es verschiedene Varianten, die mehr oder weniger dieses Loslösen bezeugen. Es gelang erst nach und nach, betörende Sinnlichkeit jugendstilistischer Prägung im Design zu überwinden. Verspielte Ornamente dieses Stils wichen zunehmend dem Abstrakten. Aus den geschwungenen Formen wurden gerade, unmittelbare Modelle. Ganz schmucklos, sozusagen unverblümt, war die Art Déco jedoch nicht denkbar. Die Verwandtschaft mit dem Fin de siècle, wie der Jugendstil in Frankreich auch genannt wurde, war unübersehbar. Eine grundlegende Abkehr vom Historismus, wie sie in der Zeit um die Jahrhundertwende schon durchbrach, wurde in der Art Déco immer ausdrücklicher offenbar.

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Jugendstil ist eine Kunst- und Einrichtungs-Stilrichtung, die sich im Europa der vorvergangenen Jahrhundertwende entwickelt hat. Sie besticht durch ausgewogene Proportionen und eine hohe Ästhetik. Typisch für den Jugendstil, und dabei vor allem für Jugendstil-Möbel wie z.B. den Jugendstil Kleiderschrank, sind ausgewogene Proportionen und die typischen, elegant geschwungenen Linien, die an Pflanzen (ganz beliebt: Seerosen) erinnern. Der Jugendstil – in Europa währte er etwa 20 Jahre -, ist als Gegenbewegung zum Historismus entstanden, der protzige, an historischen Vorbildern angelehnte Häuser oder Gebrauchsgegenstände hervorbrachte. Der Jugendstil hingegen ist wesentlich moderner, schlichter. Seine Vorlage ist die – ästhetisch überhöhte – Natur. Aus diesem Grund sind die Möbel, das gilt auch für Jugendstil Kleiderschränke, selten symmetrisch. Auch dies ist ein typisches Zeichen des Jugendstils und unterscheidet die Kleiderschränke deutlich von den (ebenfalls geschwungenen, aber streng symmetrischen) Schränken der Barockzeit.

Jugendstil Kleiderschrank – elegant und nicht protzig

Elegante Proportionen zeichnen den Jugendstil Kleiderschrank aus. Der typischerweise praktisch und geräumig ist. Es gibt zwei- und dreitürige Modell, bei manchen ist ein Spiegel integriert. Die Türblätter sind meist unterteilt oder durch Leisten gegliedert, die meist auffällig geschwungen sind. Oftmals sind rankende Pflanzen als Dekorationselement integriert. Das Holz ist meist dunkel, Eiche oder gebeizter Nussbaum. Die Griffe bestehen oft aus Messing, der ebenfalls die auffällige, typisch geschwungene Jugendstil-Linienführung zeigt. Ein Jugendstil Kleiderschrank zeigt oft auffällige, kurvige Biegungen und Leisten, oft abgerundete Ecken oder Kanten. Alles ist – dem Vorbild der Natur nachempfunden – abgerundet und sanft geschwungen.

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Der Jugendstil war die erste Stilrichtung – sie entstand in Europa an der Wende zwischen 19. und 20. Jahrhundert und beeinflusste Kunst und Möbel-Herstellung bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges massgeblich in Form und Verarbeitung.

Der Jugendstil, oder besser gesagt, die Formgebung der Jugendstil Möbel wie z.B. Jugendstil Sofa achtet nicht nur auf zeitgemässes Äußeres, sondern auch auf die Verbindung von handwerklichem Können und und Funktionalität. Was oder wie kann man sich ein solches Jugendstil Sofa vorstellen? Vor allem gemütlich! Deshalb kennzeichnen die Jugendstil-Sofas tiefe Polster, eine angenehme Sitzhöhe und weiche Seiten-Lehnen aus. Die Sofas sind aber immer ausgestattet mit den typischen Kennzeichen, die alle Möbel aus dieser Zeit tragen: Sie bestechen durch geschwungene, nicht symmetrische Linien und Pflanzenornamente.

Jugendstil Sofa – geschwunge Formen und elegante Proportionen

Die Leisten der Möbel sind oftmals stark gebogen, ebenso die Rück- oder Armlehnen. Verwendet wird meist dunkles Holz. Eiche, etwa, oder gebeizte Kirsche oder Nuss. Neu im Jugendstil: Manche Möbel – auch das Jugendstilsofa – zeigen nicht mehr das gebeizte Holz, sondern eine knallige Bemalung mit Ölfarbe. Strahlendes Weiß etwa, kräftiges Rot oder auffälliges Blau. Immer bestechen die Sofas aber durch ausgewogene, elegante Proportionen und Linien. Ihr Anmutung ist deshalb auch wesentlich leichter als die ihrer Vorgänger aus dem Historismus, und auch im Schnitzwerk niemals so überladen. Wenn man das Glück hat, ein Jugendstil-Sofa mit Originalbezug zu sehen, erkennt man auch hier oft die typischen Linien des Jugendstils. Denn auch das ist ein typisches Element dieser Stilrichtung: Alles ist in die Formensprache mit einbezogen. Die Textilien, die äußere Form, die Dekoration und natürlich auch die Beschläge und Griffe.

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