Gründerzeit

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Schmuckstücke aus vergangenen Zeiten

Viele Liebhaber von alten Möbeln bekommen weiche Knie, wenn sie Ausdrücke wie Kapellenschrank oder Gründerzeit nur hören. Wer kann es ihnen verübeln – sind es doch wahre Schmuckstücke. Die Gründerzeit (1871-1895) erstreckte sich über zwei Jahrzehnte und ist bis heute für viele das Zeitalter des guten Geschmacks. Bedauerlicherweise wissen gerade Jüngere solche Raritäten heute nicht mehr zu schätzen und werten solche edlen Stücke einfach als einen alten Schrank ab, wobei die Bezeichnung „Alter Schrank“ selbst keine Abwertung darstellt, die zugrundeliegende Sichtweise aber schon. Wenn man dann allerdings hinter die Fassade von so einem alten Schrank schaut und die alten Anstriche entfernt (dieser Vorgang nennt sich Abbeizen) so kommen nicht selten wahre Schätze zum Vorschein.

Mit wenig Aufwand alte Möbel neu dekorieren

Auch wenn der Kapellenschrank aus der Gründerzeit nicht besonders viel Stauraum bietet, kann man die offenen Fächer doch umso schöner dekorieren. Von einem alten Schrank kann hier wirklich keine Rede sein. Allein der Anblick eines Kapellenschranks ist schon eine Augenweide. Dekoriert man diesen “alten” Schrank dann noch mit Stil und Geschmack wird er garantiert zum Blickfang eines jeden Raumes.

Kapellenschrank sehr beliebt

Natürlich hat die Gründerzeit noch einiges mehr an stilvollen Möbeln hervorgebracht. Doch der Kapellenschrank ist wohl den meisten Liebhabern enorm ans Herz gewachsen besticht er doch durch filigrane Details und aufwendigen Verzierungen.

Alles in allem lässt sich sagen, dass derjenige der auf den Geschmack gekommen ist, bereit ist einiges für den Erwerb eines solch stilvollen Möbelstücks zu bezahlen – und diesen Wert dann auch zu schätzen weiß.

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Gründerzeit Möbel



Die sogenannte Gründerzeit fällt in die blühende Periode nach der deutschen Reichsgründung im Jahre 1871, die mit einem starken Aufschwung von Wirtschaft, Industrie und Städtebau und einem erstarkenden Selbstbewusstsein des Bürgertums verbunden ist. Der Sog in die Städte schuf einen hohen Wohnraumbedarf. Im Bauboom der Gründerzeit entstanden ganze Stadtviertel mit neuartiger Blockrandbebauung und eigener Infrastruktur sowie großzügige Villenviertel mit beeindruckenden, reich verzierten Fassaden. Stilformen aus der Geschichte fanden neuen Ausdruck in Neoklassizismus, Neogotik, Neobarock und Neorenaissance.

Üppige Dekoration – stilisierte Gestaltung

Innen und außen wurden die Villen der Gründerzeit opulent und repräsentativ ausgestattet. In hohen und großflächigen Räumen fanden Ehrgeiz, Lebensgefühl und Selbstbewusstsein der Besitzer ihren Ausdruck in ebenso reich gestaltetem Mobiliar. Möbel der Gründerzeit sind leicht zu erkennen an massiven, kantigen Formen, üppigem Dekors und stilisierter Gestaltung, die auf Außenwirkung mehr Wert legte als auf Funktionalität. Deutsche Möbel der Gründerzeit zeichnen sich durch die Wahl edler Hölzer wie Eiche, Mahagoni und Nussbaum aus, die massiv verarbeitet wurden.

Gründerzeitmöbel heute sehr gefragt

Schwere, hohe Büffetschränke mit geschnitzten Oberteilen und Glasaufsätzen, ausladende Tische aus Massivholz mit gedrechselten Beinen und Armstühle mit geschnitzten Löwenköpfen, Voluten und Blätterwerk sind typische Beispiele der Möbel aus der Gründerzeit. Gediegene Schreibtische mit Atlanten und Tierköpfen, Vertikos mit floralem Schnitzwerk, Postamente mit gewundenen Säulen und prunkvolle Neorenaissance-Aufsatzschränke mit kunstvollen Einlegearbeiten sind heute wieder sehr gefragt. Möbel des Historismus entfalten in einem großzügigen Rahmen ihre volle Wirkung.

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Tische, das muss an dieser Stelle einfach festgestellt werden, waren in früheren Zeiten noch viel mehr als heute vor allem eines: Gebrauchsmöbel. So kann es denn auch nicht verwundern, dass viele typische Tische des Jugendstil nicht etwa Schreibtische oder Esstische sind, sondern Küchentische. Trotz der unverkennbaren Art des Jugendstils, hat man auch zu dieser Zeit Anfang des 20. Jahrhhunderts  Jugrndstil Tische in rechteckiger Form angefertigt. Die Arbeitsplatte dieser Tische steht meist ein Stück über das Gestell hinaus und wurde vielfach eingefasst. Ebenfalls üblich für den Jugendstil Tisch ist die Integration einer Schublade, die über einen Beschlag aus Messing oder Eisen verfügt.

Schlicht aber hochwertig – Jugendstil Küchentische für Jedermann

Die Verwendung von Porzellanknöpfen für die Tisch Schubladen war durchaus üblich, die Tischbeine der Jugendstil Tische wurde auch bei schlichten Modellen mit geschnitzten Balustern verziert. Um die schön gearbeiteten Tische einer breiteren Käuferscgicht zugänglich zu machen, wurden sie vielfach aus kostengünstigem Weichholz wie Fichte gearbeitet und kamen gebeizt oder lackiert auf den Markt. Neben Kiefernholz war auch Eichenholz aufgrund seiner Maserung und der hohen Belastbarkeit ein gerne verwendetes Jugendstil Tisch-Material. Der Küchentisch im Jugendstil ist dem funktionalen Möbel der Gründerzeit noch sehr ähnlich.

Edlere Hölzer wurden für Jugendstil Beistelltische verwendet

Beistelltische, die einem weniger banalen Zweck dienen, weisen ein vornehmes Design auf. Die Tischplatten sind rund, die Tischbeine geschwungen und oft durch Ablageplatten oder Zargenkreuze verbunden. Das Möbel findet eher Einzug in die Haushalte wohlhandender Leute, so dass das verwendete Holz kostbar ist. Mahagoni und Nussbaum werden hier deutlich häufiger verwendet, als bei den vorgenannten Küchentischen. Aus der Möbelgruppe der Jugendstil Tische sind es vor allem diese Beistelltische, die heute zu äußerst beliebten Jugendstil Antiquitäten geworden sind.

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