Einrichtungsstil

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Die Jugendstil Architektur (ca. 1895 bis 1915) unterscheidet sich in Europa sehr stark je nach den unterschiedlichen Regionen. Oft wurden bestimmte Bautypen nur von einem einzigen Architekten wie Horta, Gaudi, Hoffmann oder Wagner geprägt. Deshalb gibt es auch zahlreiche unterschiedliche Farbauffassungen, welche nicht wie in vergangenen Epochen zyklisch aufeinander folgen. Kurz nach 1900 gingen von den Impressionisten und Expressionisten wichtige Impulse für eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen Farbe aus. Die Darmstädter Ausstellung “Dokument Deutscher Kunst” 1901 gab das Signal zu einer „Befreiung“ der Farben, wodurch die monotone Farbgebung des Historismus beendet werden sollte. Angesichts der dominierenden Erd- und Steinfarben rief man dazu auf, frohe und kräftige Farben zu verwenden, welche in den verschiedensten Kombinationen harmonisch wirken.

Aufwertung regionaler Architektur

Insbesondere die führenden Kunstpädagogen und -historiker sowie Architekten engagierten sich in der Jugendstil Architektur für die Verwendung von klaren Farben. Die Aufwertung dieser regionalen Architektur- und Farbformen prägte die moderne Richtung im Jugendstil. So wurden Bruchstein, Fachwerk und Ziegelbauweisen sowie die die süddeutsche Illusionsmalerei und kräftigen Anstriche der norddeutschen Bauernhäuser wieder aufgenommen. Farbige Materialien waren sehr beliebt: Behauene und glatte Natursteine, bemalte Kachel und Mosaike sowie farbige Ziegel wurden verwendet und mit meist einfarbigem Putz kombiniert.

Farbige Materialien sehr beliebt

Es gab in der Jugendstil Architektur ebenso dekorative Malereien wie an Jugendstilgebäuden. Farbige Ornamente, Tier- und Pflanzendarstellungen oder Historienbilder wurden insbesondere an mittelgroßen Wohnhäusern oder Villen angebracht. Die Malereien waren in die Dekoration von vornherein mit einbezogen. Bekannte Architekten wie Endell und Messel arbeiteten auf diese Weise.

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Die Jugendstilmöbel sind etwas ganz Besonderes. Der historische Jugendstilschrank war immer ein Unikat, bei den nicht nur hochwertige Materialien verwendet wurden, sondern auch die Handwerker ihr Können unter Beweis stellen mussten. Bedeutende Designer des Jugendstils waren in Deutschland Herrmann Obrist und Peter Behrens. Viele der wunderschön verzierten Fronten der Jugendstil Möbel gehen auf ihre Ideen zurück, auch der vor allem im Zusammenhang mit dem Bauhaus Stil bekannt gewordene Walter Gropius, der 1919 zu den Bauhaus Gründern, ist durch frühere Arbeiten im Stile des Jugendstils bekannt geworden.

Jugendstil Möbel sollten einen völlig neuen Einrichtungstil prägen

Ein Kennzeichen der Jugendstil Möbel ist, dass die Designer nicht auf bereits Vorhandenes zurück griffen und es abwandelten, sondern einen völlig neuartigen Einrichtungsstil entwickeln wollten. Vor allem die Elemente der Natur stehen als dekorative Objekte im Vordergrund. Sie werden mit geometrischen Formen kombiniert. Auf Grund der fehlenden Vorbilder findet man bei den Jugendstil Möbeln wie auch bei Jugendstil Schränken eine extreme Vielfalt. Hier haben auch regionale Einflüsse ihre Spuren hinterlassen, denn der Jugendstil entwickelte sich parallel in Frankreich, Deutschland, Österreich, Schottland und den Niederlanden – und wurde erst spät unter der Bezeichnung “Art Nouveau” auch in den USA zu einem be- und geliebten Einrichtungsstil.

Wer sich für traditionelle Jugendstil Möbel entscheidet, der darf sich von vornherein darauf freuen, dass er nicht nur den Jugendstil Schrank, das passende Sofa und Tischchen dazu bekommt, sondern dass in diesem Design auch zahlreiche andere Wohnaccessoires entworfen und hergestellt worden sind. Damit kann man sich in seinen Räumen ein historisches und harmonisches Flair mit hohem Wohnkomfort schaffen.

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