Jugendstil Sofa – was kennzeichnet ein Jugendstilsofa

Der Jugendstil war die erste Stilrichtung – sie entstand in Europa an der Wende zwischen 19. und 20. Jahrhundert und beeinflusste Kunst und Möbel-Herstellung bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges massgeblich in Form und Verarbeitung.

Der Jugendstil, oder besser gesagt, die Formgebung der Jugendstil Möbel wie z.B. Jugendstil Sofa achtet nicht nur auf zeitgemässes Äußeres, sondern auch auf die Verbindung von handwerklichem Können und und Funktionalität. Was oder wie kann man sich ein solches Jugendstil Sofa vorstellen? Vor allem gemütlich! Deshalb kennzeichnen die Jugendstil-Sofas tiefe Polster, eine angenehme Sitzhöhe und weiche Seiten-Lehnen aus. Die Sofas sind aber immer ausgestattet mit den typischen Kennzeichen, die alle Möbel aus dieser Zeit tragen: Sie bestechen durch geschwungene, nicht symmetrische Linien und Pflanzenornamente.

Jugendstil Sofa – geschwunge Formen und elegante Proportionen

Die Leisten der Möbel sind oftmals stark gebogen, ebenso die Rück- oder Armlehnen. Verwendet wird meist dunkles Holz. Eiche, etwa, oder gebeizte Kirsche oder Nuss. Neu im Jugendstil: Manche Möbel – auch das Jugendstilsofa – zeigen nicht mehr das gebeizte Holz, sondern eine knallige Bemalung mit Ölfarbe. Strahlendes Weiß etwa, kräftiges Rot oder auffälliges Blau. Immer bestechen die Sofas aber durch ausgewogene, elegante Proportionen und Linien. Ihr Anmutung ist deshalb auch wesentlich leichter als die ihrer Vorgänger aus dem Historismus, und auch im Schnitzwerk niemals so überladen. Wenn man das Glück hat, ein Jugendstil-Sofa mit Originalbezug zu sehen, erkennt man auch hier oft die typischen Linien des Jugendstils. Denn auch das ist ein typisches Element dieser Stilrichtung: Alles ist in die Formensprache mit einbezogen. Die Textilien, die äußere Form, die Dekoration und natürlich auch die Beschläge und Griffe.

 

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