Gründerzeitbuffet – mehr als nur ein Möbelstück

Die Gründerzeit steht für einen Aufbruch hin zu Eigenverantwortung des Einzelnen und versinnbildlicht die Führerschaft des selbstbewussten Bürgertums in der sich neu organisierenden Gesellschaft. So gesehen steht die Gründerzeit für eine urdeutsche Befindlichkeit und wird in der Möbelherstellung durch nichts besser versinnbildlicht als durch das Gründerzeitbuffet. Es entwickelte sich wahrscheinlich aus den im Mittelalter und der Renaissance hinter dicken Holzverkleidungen versteckten Türen und Läden bis es in der Gründerzeit zu einer eigenen Form wurde.

Perfekte Harmonie in der Gestaltung

Meist durch zwei Bausätze gegliedert – Anrichte und Aufsatz – ist das Gründerzeitbuffet in seiner Praktikabilität und Funktionalität, bei gleichzeitiger repräsentativer Wirkung durch edle und handwerklich hochwertige Holzbearbeitung, als Produkt ein perfektes Beispiel für das Stilempfinden der Gründerzeit. Oft aus Nussbaum gefertigt, thront das Gründerzeitbuffet geradezu im Raum und lässt durch seine ausgewogene Harmonie zwischen Verschlossenheit und Offenheit das Herz jeden Betrachters höher schlagen. Die zwischen gedrechselten Säulen und Balkonen, Dachvorsprüngen und Schnitzereien frei werdenden Flächen rufen geradezu dazu auf mit Kleinigkeiten aller Art besetzt zu werden.

Große Auswahl im Internet

Zwar ist der Schaden durch den 2. Weltkrieg unwiderruflich und auch der Sturm der Moderne ist an den Objekten der Gründerzeit nicht spurlos vorübergegangen, aber glücklicherweise finden sich immer wieder frisch renovierte oder auch in Ehren gealterte Gründerzeitbuffets. Besonders durch das Internet mit seinen vielen Plattformen, ist es heute möglich sich einem Stück in Ruhe und Sorgfalt zu nähern und es in Augenschein zu nehmen. Die Vielfalt und den Stilreichtum bei Gründerzeitbuffets sollte man nicht unterschätzen – entsprechend groß ist also immer noch die Auswahl.