Alte Esstische aus dem Jugendstil sind nicht nur für Familienfeiern geeignet

Für Familienfeiern aller Art muss in der Regel einiges vorbereitet werden. Die Gastgeber müssen sich um das Essen kümmern, Getränke bereitstellen und einen geeigneten Essplatz herrichten. Alte Esstische eignen sich natürlich besonders gut. Denn zum einen sind sie meist sehr groß und bieten vielen Gästen gleichzeitig Platz. Zum anderen sind sie aber auch recht unempfindlich, pflegeleicht und robust. All das macht alte Esstische zu einem gemütlichen, praktischen und damit auch sehr beliebten Möbelstück.

Alte Esstische eignen sich für viele Gelegenheiten

Doch selbstverständlich sind alte Esstische noch mehr als ein Plätzchen bei einer Familienfeier. Auch im Alltag in kleinerem Kreis wird man es genießen, wenn der Tisch groß ist und viel Platz bietet. So ist es möglich, das Essen noch in den Töpfen auf den Tisch zu bringen, sodass sich jeder nehmen kann, wie viel er möchte. Neben dem Essen kann auf einem alten Esstisch aber natürlich auch gebastelt oder gespielt werden. Besonders Eltern werden diese Möglichkeit sicherlich gerne nutzen. Stimmt die Größe, können sich die Kinder auch für unterschiedliche Aktivitäten gleichzeitig entscheiden. Am einen Ende des Tisches spielt ein Kind mit Mutter oder Vater ein Gesellschaftsspiel, an der anderen Seite wird gemalt oder gebastelt.

Gemütlichkeit und Wärme

Für die Kreativität ist es natürlich auch gut, wenn die Platzverhältnisse ordentlich sind. So muss nicht gleich jeder Papierschnipsel wieder aufgeräumt werden. Manchmal lässt sich schließlich auch aus scheinbaren Resten noch einiges Kreatives herstellen. Alte Esstische sind also von mehreren Seiten her gesehen äußerst praktisch. Zudem strahlen sie durch ihre rustikale Bauart eine große Wärme und Gemütlichkeit aus.

So sieht ein Jugenstil Schreibtisch aus

Die typischen floralen Verzierungen des Jugendstils fehlen meist auch nicht bei einem Schreibtisch dieser Stilepoche. Sie unterscheiden den Jugendstilschreibtisch deutlich von formähnlichen Modellen der nachfolgenden Stile. Seine Form ist niemals zu streng und wird stets durch Rahmenhölzer gelockert.

Jugendstil Schreibtisch – häufig mit Aufsatz versehen

Der Jugendstilschreibtisch besteht aus einer zweckmäßigen rechteckigen Kastenform. Die Seitenteile des Tisches setzen sich meist aus zwei großen Seitenfächern oder Schubladensäulen zusammen. Kugelfüße wurden gerne bei luxuriösen Exemplaren verwendet. Der Unterbau der oft mehrfach angephasten Arbeitsplatte beinhaltet fast immer zwei bis drei Schubladen. Das Möbel verfügt immer über eine Rückwand. Ganz besonders typisch für einen hochwertigen Jugendstilschreibtisch ist der Aufsatz. Daran finden sich fast immer Schnecken und Türen mit Glasfenstern. Die verwendeten Beschläge sind aus Messing, Zink oder Eisen, die Hölzer sind vormals lackiertes oder gebeiztes Weichholz, Eiche und wurden für die etwas wohlhabenderen Käufer eines solchen Schreibmöbels aus Nussbaum und Mahagoni-Holz gefertigt.

So lässt sich im Wesentlichen die Physiognomie eines Jugendstil Schreibtisches beschreiben. Eine ausgeprägte Beobachtungsgabe ist jedoch unerlässlich, um die feinen Unterschiede zu ähnlichen Vorläufer- und Nachfolgemodellen zu entdecken. Hilfreich ist es vor allem möglichst viele Möbel zu begutachten, um Bauchgefühl und Beobachtungsgabe zu stärken.

Bevorzugte Materialien des Jugendstil Tisch

Tische, das muss an dieser Stelle einfach festgestellt werden, waren in früheren Zeiten noch viel mehr als heute vor allem eines: Gebrauchsmöbel. So kann es denn auch nicht verwundern, dass viele typische Tische des Jugendstil nicht etwa Schreibtische oder Esstische sind, sondern Küchentische. Trotz der unverkennbaren Art des Jugendstils, hat man auch zu dieser Zeit Anfang des 20. Jahrhhunderts  Jugrndstil Tische in rechteckiger Form angefertigt. Die Arbeitsplatte dieser Tische steht meist ein Stück über das Gestell hinaus und wurde vielfach eingefasst. Ebenfalls üblich für den Jugendstil Tisch ist die Integration einer Schublade, die über einen Beschlag aus Messing oder Eisen verfügt.

Schlicht aber hochwertig – Jugendstil Küchentische für Jedermann

Die Verwendung von Porzellanknöpfen für die Tisch Schubladen war durchaus üblich, die Tischbeine der Jugendstil Tische wurde auch bei schlichten Modellen mit geschnitzten Balustern verziert. Um die schön gearbeiteten Tische einer breiteren Käuferschicht zugänglich zu machen, wurden sie vielfach aus kostengünstigem Weichholz wie Fichte gearbeitet und kamen gebeizt oder lackiert auf den Markt. Neben Kiefernholz war auch Eichenholz aufgrund seiner Maserung und der hohen Belastbarkeit ein gerne verwendetes Jugendstil Tisch-Material. Der Küchentisch im Jugendstil ist dem funktionalen Möbel der Gründerzeit noch sehr ähnlich.

Edlere Hölzer wurden für Jugendstil Beistelltische verwendet

Beistelltische, die einem weniger banalen Zweck dienen, weisen ein vornehmes Design auf. Die Tischplatten sind rund, die Tischbeine geschwungen und oft durch Ablageplatten oder Zargenkreuze verbunden. Das Möbel findet eher Einzug in die Haushalte wohlhandender Leute, so dass das verwendete Holz kostbar ist. Mahagoni und Nussbaum werden hier deutlich häufiger verwendet, als bei den vorgenannten Küchentischen. Aus der Möbelgruppe der Jugendstil Tische sind es vor allem diese Beistelltische, die heute zu äußerst beliebten Jugendstil Antiquitäten geworden sind.