Möbel

Jugendstil Möbel, die Art Nouveau bzw. Wiener Sececcion bestimmte die Inneneinrichtung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.



Der Sekretär des Jugendstils ist unverkennbar durch seine schlanke und hohe Form. Dadurch unterscheidet er sich deutlich von den gedrungenen Vorläufermodellen der Gründerzeit und des Biedermeier. Er ist stets eher hoch denn breit. Die schlanke Form wird vor allem durch den hohen, rechteckigen Aufsatzschrank und die vier hohen Füßen erzeugt. Hinter zwei bleiverglasten Türen des Aufsatzschrankes befinden sich Einlegeböden. Der Unterschrank verfügt in der Regel über zwei bis drei Schubladen, welche sich über die gesamte Breite erstrecken. Darüber ist die nach unten zu öffnende, waagerecht feststellbare Klapptür, welche als Schreibunterlage genutzt wurde. Im zugehörigen Fach befinden sich Boxen und manchmal auch kleine Schublädchen für Schreibutensilien.

Geschwungene Linie und florale Schnitzereien kennzeichnen Jugendstilsekretär

Wie bei jedem Möbel unterliegt die Detailausführung regionalen Einflüssen. Der Liebhaber findet auch am schlichten Jugendstilsekretär ein leicht überstehendes Dach und mindestens balusterförmig gearbeitete Vorderfüße. Die geschwungenen Linien des Jugendstils und sparsame florale Schnitzereien kommen an aufwendigen Stücken zum Einsatz. Auch das Glas der Schranktüren ist bei diesen Sekretären facettenreicher gearbeitet. Das verwendete Holz ist meist Eiche, Mahagoni oder Nussbaum. Wie jedes Möbel unterliegt auch der Jugendstilsekretär regionalen Einflüssen, doch die Grundform ist stets gleich und ergänzt durch die typischen Merkmale des Jugendstils.

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Die Epoche des Jugendstils, die in Europa von großer Bedeutung war, versuchte Gesamtkunstwerke zu schaffen, die alle alltäglichen Bereiche mit einbezogen. Obwohl sie nur von kurzer Dauer war, hatte sie Einfluss bis weit in das 20. Jahrhundert hinein.

Aus der Unzufriedenheit über industriell gefertigte Möbel erwuchs der Gedanke nach einer Vereinigung vieler Künstler und Handwerker, die Qualität und den Standard erhalten und eventuell auch erhöhen zu wollen. Wie zuvor in anderen europäischen Ländern, gründete man 1903 in Österreich die „Wiener Werkstätte“. Diese arbeiteten eng zusammen mit der Kunstgewerbeschule und dem österreichischen Museum für Kunst und Industrie sowie mit der Wiener Sezession, der Vereinigung von verschiedenen Malern, Bildhauern und Architekten, die ähnliche Ziele in anderen Bereichen verfolgten.

Wiener Werkstätte – einflussreiche Jugendstil Gestaltung

Gründer dieser Künstler Gemeinschaft Wiener Werkstätte war der Architekt Josef Hoffmann, der Maler, Grafiker und Kunsthandwerker Koloman Moser und der Unternehmer und Kunstmäzen Fritz Wärndorfer. Ihrer Vorstellung nach müssten sich Kunst und Kunsthandwerk in Augenhöhe begegnen und die Mitarbeiter unter sozialeren, fortschrittlicheren Bedingungen arbeiten können.

Elegant, gradlinig, schlicht – zeitlos schöne Inneneinrichtung

Bei der Gestaltung der Möbel waren kubische Formen in ihrer Gradlinigkeit und schlichten Eleganz wegweisend. Einzig durch ein paar Ornamente oder Intarsien lockerte sich der strenge und zurückhaltende Stil etwas auf. Zum Einsatz kam meist nur edles und teures Massivholz von unterschiedlicher Art. Die so entstandenen unterschiedlichen Strukturen wurden gern in die Konstruktion einbezogen.

Favorisiert wurden dabei alle dunklen Holzarten wie zum Beispiel Eiche oder Mahagoni. Grundgedanke war, eine umfassende Wohneinheit zu erschaffen, in deren Raum jedes einzelne Möbelstück seinen vorgesehen Platz hatte und sein einzigartiges Design erhielt.

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Bilderrahmen waren von jeher nicht nur die passende Fassung für ein Bild, sondern dienten aufgrund der verwendeten Materialien als Prestigeobjekt oder Wertschätzung für das jeweilige Bild. Natürlich floss der aktuelle Stil einer Epoche in die Gestaltung des Bilderrahmens ein.

Vorwiegend wurden Eiche. und Nussbaumholz für Jugendstilbilderrahmen verarbeitet

So finden sich beim Bilderrahmen des Jugendstils die florale Ornamentik und die für den Jugendstil so typische geschwungene Linie. Doch die Mehrheit der Jugendstilbilderrahmen folgt der klassischen Variante: Ein eckiger Holzrahmen, bevorzugt hergestellt aus den polierten Edelhölzern Eiche und Nussbaum. Vergoldete oder versilberte Innenleisten im Wellen- oder Eierstabdekor wurden als Zierwerk verwendet. Beliebt und zahlreich erhalten sind dekorierte Holzrahmen, welche mit Goldbronze oder ähnlichem überzogen wurden. Von den Vorläufermodellen des Historismus und des Spätbiedermeiers unterscheiden sich die Bilderrahmen des Jugendstils durch weniger Kehlungen und nahezu fehlendes Stuckwerk.

Jugendstil Bilderrahmen – die Handarbeit des Rahmenbauers

Zur Zeit des Jugendstils war der Bilderrahmen noch kein Massenprodukt, sondern künstlerische Handarbeit. So finden sich neben den zwar schönen, aber durchaus üblichen Rahmen aus Holz mit Zierleiste herrliche individuelle Stücke. Signiert vom Rahmenbauer weisen sie Merkmale des Jugendstil Kunsthandwerks auf. Prächtige Schnitzereien, sorgsame Farbgebung und künstlerische Verarbeitung von Edelmetall überliefern ein schmuckvolles Zeitzeugnis. Gewölbte Glasscheiben entstammen der im Jugendstil zahlreichen Innovationen unterworfenen Glasverarbeitung, und verleihen dem Bilderrahmen einen zusätzlichen Anreiz.

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Der Kommode sind die Charakteristika des Jugendstils zu Eigen, den Nutzen eines Möbels und nicht den Repräsentationszweck in den Vordergrund zu stellen. Die Form ähnelt sehr der jener Kommoden aus der Gründerzeit. Rechteckig und auf balusterförmigen Füßen stehend, ist die häufigste Variante die mit zwei großen Schubladen, während sich in der obersten Etage zwei kleinere befinden. Die Abschlussplatte der Kommode besteht aus seiner überstehenden geschwungenen Platte, oft angephast. Der obere Schubladenbau steht meist nach vorne etwas über, um an den äußeren Seitenleisten den Übergang mit Schnecken zu dekorieren. Florales Schnitzwerk findet sich an aufwendigen Kommoden.

Jugendstil Kommode wurde eher selten aus Mahagoni Holz gefertigt

Verwendetes Holz war meistens lackierte oder gebeizte Kiefer und Eiche. Nussbaum und Mahagoni ist bei Jugendstil Kommoden selten. Selbstredend fanden aus derart teurem Holz gefertigte Stücke ihren Einzug vor allem in gut betuchte Haushalt. Ganz schlichte Jugendstil Kommoden verfügen meist über vollständig gerade Linien. Die eckigen Füße verfügen teilweise über einen schwungvollen Ausläufer, so dass das Möbel nicht zu schlicht wirkt. Marmorplatten als Abdeckung sind üblich. Die Beschläge für alle Exemplare wurden aus Messing oder Eisen gefertigt. Aufgrund ihres Stils und der hohen Möglichkeit der Kombination mit Möbeln anderen Stils ist die Jugendstilkommode sehr beliebt. Heutzutage bevorzugt man das Weichholz und auch die Eiche im gewachsten Naturton.

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Jugendstil ist eine Kunst- und Einrichtungs-Stilrichtung, die sich im Europa der vorvergangenen Jahrhundertwende entwickelt hat. Sie besticht durch ausgewogene Proportionen und eine hohe Ästhetik. Typisch für den Jugendstil, und dabei vor allem für Jugendstil-Möbel wie z.B. den Jugendstil Kleiderschrank, sind ausgewogene Proportionen und die typischen, elegant geschwungenen Linien, die an Pflanzen (ganz beliebt: Seerosen) erinnern. Der Jugendstil – in Europa währte er etwa 20 Jahre -, ist als Gegenbewegung zum Historismus entstanden, der protzige, an historischen Vorbildern angelehnte Häuser oder Gebrauchsgegenstände hervorbrachte. Der Jugendstil hingegen ist wesentlich moderner, schlichter. Seine Vorlage ist die – ästhetisch überhöhte – Natur. Aus diesem Grund sind die Möbel, das gilt auch für Jugendstil Kleiderschränke, selten symmetrisch. Auch dies ist ein typisches Zeichen des Jugendstils und unterscheidet die Kleiderschränke deutlich von den (ebenfalls geschwungenen, aber streng symmetrischen) Schränken der Barockzeit.

Jugendstil Kleiderschrank – elegant und nicht protzig

Elegante Proportionen zeichnen den Jugendstil Kleiderschrank aus. Der typischerweise praktisch und geräumig ist. Es gibt zwei- und dreitürige Modell, bei manchen ist ein Spiegel integriert. Die Türblätter sind meist unterteilt oder durch Leisten gegliedert, die meist auffällig geschwungen sind. Oftmals sind rankende Pflanzen als Dekorationselement integriert. Das Holz ist meist dunkel, Eiche oder gebeizter Nussbaum. Die Griffe bestehen oft aus Messing, der ebenfalls die auffällige, typisch geschwungene Jugendstil-Linienführung zeigt. Ein Jugendstil Kleiderschrank zeigt oft auffällige, kurvige Biegungen und Leisten, oft abgerundete Ecken oder Kanten. Alles ist – dem Vorbild der Natur nachempfunden – abgerundet und sanft geschwungen.

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Jugendstil kam in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (1890-1905) auf. Die Bezeichnung “Jugendstil” ist von der Deutschen Zeitschrift “Jugend” abgeleitet, die erstmals über den neuen Möbelstil berichtete. Auch im französisch sprachigen Raum wurde der Jugendstil bekannt und wurde dort als “neue Kunst” unter der Bezeichnung Art Nouveau bekannt. Innerhalb der Stils gab es zwei unterschiedliche Ausprägungen: geschwungenen Linien und den strengeren, linearen Stil von Künstlern wie Charles Rennie Mackintosh.

Weniger, aber dafür schönere Möbelstücke schmückten den Wohnraum

Einige Aspekte des Jugendstils wurden erneut in den 1960er Jahren modern, als man noch nicht unbedinft von antik Möbel sprach, wenn man Jugendstil Möbel meinte. Die Elemente waren zum Beispiel Blumen, Blätter, Wurzeln, Blüten und die weibliche Form wie etwa als Form einer geschwungenen Vase. Es wurden viele Edelhölzer, irisierende Glas, Silber und Halbedelsteine verwendet. Zu den bekanntesten Namen gehörte auch der tschechische Künstler Alphonse Mucha, der Plakate entwarf, der Architekt Victor Horta oder der Glas- und Schmuck-Designer René Lalique. Die berühmten Tiffany Lampen von Louis Comfort Tiffany waren ebenfalls prägend für den Jugendstil. Der Jugendstil schätzte die wahre Handwerkskunst und zwar aus der Befürchtung heraus, dass diese im Zeitalter der Industrialisierung verloren gehen könnte. Man schätze den Wert von natürlichen Formen und von handgefertigten Artikeln. Die Einrichtung zu Zeiten des Jugendstil sollte weniger mit Möbeln überladen wirken, jedes einzelne Möbelstück gewann an Bedeutung.

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Verglichen mit den Schränken des Barock oder der Neo-Renaissance mag der Jugendstilschrank schlicht wirken. Er dominiert durch klare Linien und ähnelt noch den Schränken der Gründerzeit. Auf angephaste Deckenplatten und Schnecken verzichtet der Jugendstil bei seinen Schränken jedoch nicht. Häufig werden balusterförmige oder geschwungene Füße verwendet, so dass der Schrank nicht klobig wirkt. In Rahmen eingelegte Holzplatten verleihen dem Jugendstilschrank eine klassische, schnittige Optik. Bei Kleider- und Bücherschränken sind im unteren Schrankraum plazierte Schubladen üblich. Aufwendige Exemplare wurden mit floralem Schnitzwerk verziert. Verwendetes Material war meist gebeiztes oder lackiertes Fichten- oder Kiefernholz. Diese Möbel schätzt man heute aufgrund des honig- oder goldfarbenen Farbtons in gewachster Ausführung.
Die gleichen Kriterien treffen für den Buffetschrank des Jugendstils zu. Mehrfache Glaseinsätze in den Türen des Aufsatzschrankes werten die Optik der schlichteren Exemplare beträchtlich auf.

Doch mit dem Buffetschrank oder der Kredenz wird vor allem der Anspruch des gehobenen Bürgertums nach pompösen Möbeln erfüllt. So finden sich zahlreiche prächtige Buffetschränke aus Eiche oder Nussbaum mit Schnitzarbeiten. Zum Aufsatzschrank kommen hier noch beidseitige Seitenschränke. Die mehrfachen Glas- oder Spiegeleinsätze in Türen sind gewölbt oder angephast. Diese Schränke sind stilvoll und nicht überladen, aber sie sind nicht mehr schlicht.

Beliebte Jugendstil Antiquität – das Jugendstilvertiko

Eines der beliebtesten Antikmöbel heutzutage ist das Jugendstilvertiko. Seine Gestaltung lehnt an die der Schränke an. Häufig wird Kiefernholz verwendet, auch Fichte. Erlen- oder Eichenholz ist seltener. Die Schublade steht nach vorne meist ein Stück über, darunter befinden sich in der Regel zur Zierde Schnecken. Die Füße sind rund, ausgenommen bei ganz schlichten Exemplaren, die in konsequenter Linie ohne Schnecken und andern Zierrat auskommen. Einziger Schmuck bei diesen Stücken sind farbige Glasscheiben. Der Rückschluss, dass solche Vertikos Verwendung in wenig betuchten Haushalten fanden ist durchaus zulässig.

Der Aufsatz des zuerst beschriebenen Vertikotyps verfügt häufig über geschnitzte Säulen, eingesetzte Spiegelplatten und Schnitzzierrat. Vor allem aus Nussbaum- und Magahoniholz gefertigte Luxusvertikos punkten auch durch schmuckvolle Aufsätze. Darüber hinaus bietet der Jugendstil prächtige Eckschränke in fast modern wirkendem Design, als auch Salonschränken, die aufgrund der Kombination mehrerer schlichter Elemente und des Einsatzes von viel angephastem Glas zweifelsfrei als Prunkschränke zu klassifizieren sind.  Auf Luxus verzichtet letztendlich keine Stilepoche.

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Die Jugendstilmöbel sind etwas ganz Besonderes. Der historische Jugendstilschrank war immer ein Unikat, bei den nicht nur hochwertige Materialien verwendet wurden, sondern auch die Handwerker ihr Können unter Beweis stellen mussten. Bedeutende Designer des Jugendstils waren in Deutschland Herrmann Obrist und Peter Behrens. Viele der wunderschön verzierten Fronten der Jugendstil Möbel gehen auf ihre Ideen zurück, auch der vor allem im Zusammenhang mit dem Bauhaus Stil bekannt gewordene Walter Gropius, der 1919 zu den Bauhaus Gründern, ist durch frühere Arbeiten im Stile des Jugendstils bekannt geworden.

Jugendstil Möbel sollten einen völlig neuen Einrichtungstil prägen

Ein Kennzeichen der Jugendstil Möbel ist, dass die Designer nicht auf bereits Vorhandenes zurück griffen und es abwandelten, sondern einen völlig neuartigen Einrichtungsstil entwickeln wollten. Vor allem die Elemente der Natur stehen als dekorative Objekte im Vordergrund. Sie werden mit geometrischen Formen kombiniert. Auf Grund der fehlenden Vorbilder findet man bei den Jugendstil Möbeln wie auch bei Jugendstil Schränken eine extreme Vielfalt. Hier haben auch regionale Einflüsse ihre Spuren hinterlassen, denn der Jugendstil entwickelte sich parallel in Frankreich, Deutschland, Österreich, Schottland und den Niederlanden – und wurde erst spät unter der Bezeichnung “Art Nouveau” auch in den USA zu einem be- und geliebten Einrichtungsstil.

Wer sich für traditionelle Jugendstil Möbel entscheidet, der darf sich von vornherein darauf freuen, dass er nicht nur den Jugendstil Schrank, das passende Sofa und Tischchen dazu bekommt, sondern dass in diesem Design auch zahlreiche andere Wohnaccessoires entworfen und hergestellt worden sind. Damit kann man sich in seinen Räumen ein historisches und harmonisches Flair mit hohem Wohnkomfort schaffen.

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Der Jugendstil war die erste Stilrichtung – sie entstand in Europa an der Wende zwischen 19. und 20. Jahrhundert und beeinflusste Kunst und Möbel-Herstellung bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges massgeblich in Form und Verarbeitung.

Der Jugendstil, oder besser gesagt, die Formgebung der Jugendstil Möbel wie z.B. Jugendstil Sofa achtet nicht nur auf zeitgemässes Äußeres, sondern auch auf die Verbindung von handwerklichem Können und und Funktionalität. Was oder wie kann man sich ein solches Jugendstil Sofa vorstellen? Vor allem gemütlich! Deshalb kennzeichnen die Jugendstil-Sofas tiefe Polster, eine angenehme Sitzhöhe und weiche Seiten-Lehnen aus. Die Sofas sind aber immer ausgestattet mit den typischen Kennzeichen, die alle Möbel aus dieser Zeit tragen: Sie bestechen durch geschwungene, nicht symmetrische Linien und Pflanzenornamente.

Jugendstil Sofa – geschwunge Formen und elegante Proportionen

Die Leisten der Möbel sind oftmals stark gebogen, ebenso die Rück- oder Armlehnen. Verwendet wird meist dunkles Holz. Eiche, etwa, oder gebeizte Kirsche oder Nuss. Neu im Jugendstil: Manche Möbel – auch das Jugendstilsofa – zeigen nicht mehr das gebeizte Holz, sondern eine knallige Bemalung mit Ölfarbe. Strahlendes Weiß etwa, kräftiges Rot oder auffälliges Blau. Immer bestechen die Sofas aber durch ausgewogene, elegante Proportionen und Linien. Ihr Anmutung ist deshalb auch wesentlich leichter als die ihrer Vorgänger aus dem Historismus, und auch im Schnitzwerk niemals so überladen. Wenn man das Glück hat, ein Jugendstil-Sofa mit Originalbezug zu sehen, erkennt man auch hier oft die typischen Linien des Jugendstils. Denn auch das ist ein typisches Element dieser Stilrichtung: Alles ist in die Formensprache mit einbezogen. Die Textilien, die äußere Form, die Dekoration und natürlich auch die Beschläge und Griffe.

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„Alles was an Althergebrachtes anlehnt, wird ausgeschlossen“, lautet das Motto des Jugendstils. Der Jugendstil erlaubte jungen Künstlern und Designern ihre Arbeiten ohne konventionelle Verbindlichkeit zu gestalten. Die Stilrichtung Jugendstil entwickelte sich um 1900 in Deutschland und Österreich und fand später unter der französischen Bezeichnung “Art Nouveau” den Zugang zu amerikanischen Haushalten.

Jugendstil Sessel setzen räumliche Akzente

Sitzmöbel aus der Zeit des Jugendstils waren sehr kunstvoll gestaltet. Als charakteristische Hauptmerkmale des Jugendstils galten und gelten geschwungene Linien und Rundungen, florale Ornamentik im extravaganten Design sowie der Natur entlehnte und abstrahierte Linien. Später überwogen geometrische Ornamente. Die Stoffe, die für Sitzmöbel und Sessel verwendet wurden, waren sehr bunt und wirkten oft ausgesprochen üppig. Jugendstil Sessel bzw. Jugendstil Sitzmöbel allgemein setzen in jedem Raum Akzente, sie beeindrucken die Menschen auf Grund ihrer außergewöhnlichen Formgebung und Eleganz.

Es gibt Jugendstilsessel aus gebogenem Holz und Sitzflächen mit Flechtwerk, aus Massivholz mit Palisander- oder Mahagonilackierung und einer dunklen Patina, oft finden sich an Kanten und Ecken glänzende Messingbeschläge. Die Sessel und die dazu gehörigen Tische wirken auch heute noch edel, formschön, stabil und schön. Die Stilperiode des Jugendstils war nur von kurzer Dauer, in der nachfolgenden Zeit legte man – siehe Bauhaus Stil – mehr Augenmerk auf Funktionalität. Die künstlerische Gestaltung von Gebrauchsgegenständen wie es der Überlegung des Jugendstil entsprach, traf nicht mehr den Zeitgeist.

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