Leuchten

Jugendstil Leuchten stehen für neue Verspieltheit und Licht, Lampen und Leuchten in schönem, teils floralem Design.



Wie auch bei anderen Einrichtungsstilen spiegeln die Wohnaccessoires im Jugendstil ein bestimmtes Lebensgefühl wieder. Die Ästhetik des Jugendstils kam Ende des 19.Jahrhunderts in Mode. Die damalige Industriegesellschaft wurde zunehmend als lebensfeindlich empfunden. Der Jugendstil mit seinen sanft geschwungenen Linien kam der Sehnsucht nach Naturverbundenheit und Harmonie entgegen. Charakteristisch für den Jugendstil sind seine fließenden Linien sowie die pflanzenartigen und geometrischen Formen. Die arabesken Ornamente des Jugendstils zieren Decken- Wand- und Tischleuchten, die das Wohnambiente in ein warmes, romantisches Licht tauchen.

Die Jugendstil Leuchten – Märchenhaftes in Lampenform

Die Ausführungen des Jugendstils wurden an die Formenvielfalt der Tier-und Pflanzenwelt sowie an die Schönheit des weiblichen Körpers angelehnt. Der Jugendstil ist keine in sich geschlossene Stilrichtung, sondern ist innerhalb Europas (Katalonien, Österreich, Deutschland, Niederlande) in unterschiedlichen Ausführungen zu finden. Eine charakteristische Gemeinsamkeit war die künstlerische Imitation natürlichen Rankenwerks, in zum Teil märchenhaft anmutenden Formen. In den Jugendstil ist die Kunst verschiedener Kulturen eingeflossen, wie z.B. die arabische Kunst, chinesisches Glasdekor sowie die archaischen Muster der Kelten. Besonders schöne Exemplare von Leuchten sind den Wiener Jugendstil“ zuzuordnen. Zu einem begehrten Motiv im Jugendstil gehören Leuchten in Frauengestalt, deren fließendes Gewand bis zur Bodenplatte reicht.

Fantasievolle Gestaltung und Funktionalität – Jugendstil Leuchten für edle Interieurs

Zum Besonderen der Jugendstil Leuchte gehört aber nicht nur das geschwungen Verspielte, sondern auch die Forderung nach Funktionalität. Als Fuß wurden Industriematerialien wie Stahl oder Messing Gussteile verwendet. Die Jugendstil Leuchten sind in der Höhe verstellbar und die Lampenschirme können in die gewünschte Richtung geschwenkt werden. Mit Jugendstil Leuchten sind viele Arten der Dekoration möglich, die von optisch skurrilen Lampendesigns bis zu hochwertigen handgefertigten Nachbildungen exklusiver Leuchten reichen. Anhänger der antiken Jugendstil Leuchten schätzen die besondere Ausstrahlung dieser Leuchtobjekte, die die Fantasie beflügeln.

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Unverkennbar für eine Jugendstillampe ist eine Montierung aus Metall wie Messing oder Bronze in Kombination mit Lampenschirmen aus Glas. Bei Jugendstil Stehlampen laufen die Ständer aus dekoriertem Metall meist in kunstvoll geschwungenen Füßchen aus.

Tiffany Lampe gilt als die Jugendstil Lampe schlechthin

Vor allem die Tiffany Lampen erfreuen sich hoher Beliebtheit und sind begehrte Sammlerobjekte. Der Lampenschirm der Tiffanyleuchte ist in einer speziellen Technik nach Louis Comfort Tiffany gearbeitet. Der amerikanische Glashandwerker entwickelte ein Verfahren bei dem einzelne Glasteile durch eine Ummantelung von Lötzinn und Kupferfolie miteinander verbunden werden. Somit war die Gestaltung dreidimensionaler Objekte aus Glas, vor allem aus unterschiedlichem Glas möglich und ist Grundlage des Schirms einer Tiffanylampe. Die unverkennbare Färbung der Lötnähte wird durch künstliche Korrosion erreicht. Wie im Jugendstil üblich wurden die mehrschichtigen Glasarbeiten mit Farbmalereien oder Applikationen verziert, als auch durch die Verwendung von farbigem Glas optisch aufgewertet.

Wie bei anderen Möbel, Leuchten oder Accessoires dieser Stilepoche wurde auch bei Lampen die hohe Nachfrage durch eine immer weiter verbesserte Serienfertigung befriedigt, bei denen eine ansprechende Optik eher durch maschinelle Fertigungstechniken als hochwertige künstlerische Verarbeitung erzielt wurde. Bis heute sind Jugendstillampen gefragte Wohnaccessoires und werden repliziert.

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Wer kennt sie nicht, diese wunderschönen Tiffany-Lampen aus vielen farbigen Glasstückchen, mit einem wie gewachsen aussehenden Bronzefuß? Was Lampen des Jugendstils angeht, haben sich die Kunstwerke von Louis Comfort Tiffany nicht nur in Amerika sondern auch in Europa durchgesetzt und ihre Nachbildungen erfreuen auch immer noch Menschen, die ansonsten keinen Bezug zum Jugendstil haben.

Wie kommt das? Der 1848 in New York geborene Glaskünstler und Maler ließ sein Verfahren zur Herstellung einer besonderen Art von irisierendem Glas „Tiffany Favrile Glasses“ 1894 patentieren, 1895 entstanden die ersten Lampen in “Tiffany-Glaskunst-Technik”. Dabei werden die Glasstücke mit einseitig klebender Kupferfolie eingefasst und dann mit Lötzinn verbunden. Durch Patinierung werden die Lötnähte abgedunkelt.

Hunderte Glasstücke verarbeitet zu einem Jugendstil Lampen Kunstwerk von Tiffany

Die meisten Tiffany-Lampen lassen sich einer von sieben Kategorien zuordnen: Unregelmäßiger oberer und unterer Rand, Favrile (= handgearbeitet, mit Initialen LCT gekennzeichnet, später Favrile-Stempel), geometrisch, Übergang zu Blumen, Kegellampen mit Blumen und Kugellampen mit Blumen. Insbesondere aus den letzten beiden Kategorien mit ihren üppigen floralen Motiven, mit Libellen, Schmetterlingen und Pfauenfedern stammen die bekanntesten Tiffany-Lampen. Was man heutzutage als Tiffany-Lampen angeboten bekommt, sind nur ganz einfache und vergleichsweise billige Lampen, die in der Tiffany-Technik gearbeitet wurden, mit wenigen Glasstücken. Die original Tiffany-Lampen der Art Nouveau, wie der Jugendstil in Amerika genannt wurde, bestehen aus teilweise vielen hundert Glasstückchen, sind von Hand gearbeitet und haben ihren Preis: Ende 2008 wurde bei Sotheby`s eine Tiffany-Tischleuchte mit “Goldregen”-Motiv für 422.500 $ versteigert.

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